Neptun | thomas sutter ai

Neptun

Ein Block Nussbaum. Von Hand vollendet.

Holz und Wasser passen auf den ersten Blick nicht zusammen. Genau darin lag für uns der Reiz.

Eine Badewanne aus massivem Holz ist eine der grössten Herausforderungen an unser Handwerk. Denn sie ist kein Ausstellungsstück. Sie steht später im täglichen Einsatz und muss funktionieren wie jede andere auch. Ablauf, Überlauf und Dichtigkeit haben wir von Anfang an mitgedacht.

Wer genauer hinschaut, merkt schnell, dass Holz und Wasser seit Jahrhunderten ein Paar sind. Man findet sie in Brunnen, in Wasserrinnen und in den Walliser Suonen. Immer wieder bändigt Holz das Wasser, still und selbstverständlich.

Das Geheimnis liegt nicht darin, das Material zu zwingen. Das Geheimnis liegt darin, es zu verstehen.

Holz nimmt Wasser auf, es schwindet und wächst wieder. Aber nicht überall gleich: in der Breite arbeitet es, in der Länge bleibt es stabil.

Was lässt man dem Material? Wo muss man es führen? Und wie baut man so, dass seine Bewegung keinen Schaden anrichtet?

Wir konstruieren die Wanne so, dass das Holz von oben bis unten in dieselbe Richtung läuft. So darf sie arbeiten, wie es ihr wohl ist, ohne dass Schäden entstehen. Für mich ist genau das der Unterschied zu jedem anderen Material: Holz bleibt lebendig, auch wenn es längst verbaut ist.

Und das Resultat sieht aus, als wäre es aus einem Stück gemeisselt.

Vom Block zur Wanne.

Am Anfang steht ein massiver Block von rund 700 Kilogramm. Er wird zugeschnitten, ausgehobelt und verleimt. An den Fugen sieht man, wie präzise gearbeitet wurde. Am Ende muss alles dicht, stabil und schön zugleich sein.

Dann übernimmt die CNC. Bahn für Bahn wird der Block gefräst, zuerst grob, dann fein, bis die Form steht. Von den 700 Kilogramm bleiben rund 180 Kilogramm Massivholz übrig.

Was danach kommt, kann keine Maschine leisten. Alles wird von Hand nachgearbeitet und die Innenseite geschliffen, bis sie sich so sanft anfühlt, wie sie aussieht. Selbst der Ablauf ist aus Holz, massgefertigt und auf die Wanne abgestimmt. Zum Schluss kommt die Oberflächenbehandlung, die das Holz schützt und dem Wasser dauerhaft standhält.

Zwei Oberflächen, ein Stück

Die Badewanne Neptun hat zwei Gesichter. Aussen trägt sie eine lebendige Reliefstruktur. Innen ist sie sanft geschliffen und ruhig.

Jede Wanne entsteht nach Wunsch, in Nussbaum, Eiche oder Esche.

Was bleibt, ist das, was nur Holz kann. Es fühlt sich warm an und isoliert. Das Wasser bleibt länger warm. So entsteht kein klassisches Badezimmer, sondern ein Rückzugsort.

Eine Holzbadewanne muss man erleben: wie sie sich anfühlt, wie sie einen Raum verändert.

Wer sie nicht nur sehen, sondern erleben möchte, ist bei uns in Appenzell willkommen.

Auf einen Blick: neptun, 192 × 97 × 58 cm · Nussbaum, Eiche oder Esche · geschliffen, gehauen oder gebürstet · rund 200 Liter, mit Überlauf und Revisionsöffnung · massgefertigte Holzventile · Eigenproduktion, Wunschgrösse auf Anfrage · Lieferfrist 8 bis 12 Wochen · Montage und Transport durch Fachpersonal.