Staubern | thomas sutter ai

Staubern

Aus der Baustelle ist ein Haus geworden

Vor einem Jahr haben wir an dieser Stelle von der Staubern erzählt. Damals stand dort ein Rohbau zwischen Himmel und Fels. Versprochen wurde eine Perle im Alpstein. Heute steht sie.

Ein Versprechen auf 1751 Metern

Wie das Material hinaufkam, gehört zur Geschichte dazu. Was die Bergbahn tragen konnte, kam über die Bahn, alles andere über den Helikopter. Jeder Balken, jede Platte, jedes Stück Weisstanne hat eine eigene Reise auf 1751 Meter hinter sich.

Jede Lieferung musste im Voraus geplant sein, damit alles nachhaltig und in der richtigen Menge nach oben kam.

Der Weg gehört schon zum Raum

Der Weg gehört schon zum Raum

Das Besondere beginnt nicht im Raum. Es beginnt auf dem Weg dorthin.

Vom Gästehaus in den Eventraum führt ein Korridor, den wir den mystischen Korridor nennen. Er ist dunkel gehalten und ruhig. Dahinter steht ein eigenes szenografisches Konzept. Aus einem funktionalen Durchgang sollte ein Raum mit eigener Identität werden.

Wer ihn durchquert, spürt, wie sich die Stimmung mit jedem Schritt verändert.

Dann öffnet sich alles. Der Raum wird hell und man blickt auf den Alpstein.

Aus Enge wird Weite.

Dieser Kontrast ist gewollt. Er macht den Moment aus, in dem man den Raum betritt.

Weisstanne, die auch klingt

Weisstanne, die auch klingt

Innen prägt Weisstanne den Raum. Am Dach ist sie perforiert.

Das ist keine Spielerei, sondern funktional. Ein Raum dieser Grösse wirft den Schall zurück. Die Perforierung nimmt ihn auf und sorgt dafür, dass Gespräche und Aufenthalt auch bei grösseren Anlässen akustisch angenehm bleiben. Berechnet wurde das früh, lange bevor die erste Platte am Berg war.

Während das Dach diese Aufgabe übernimmt, bleiben die Wände bewusst schlicht.

Nach aussen wird dieselbe Haltung sichtbar. Die Fassade ist mit Lärche geschindelt, nach altem Handwerk und in einer heutigen Form. Was schon immer an diesen Berg gehört hat, bleibt. Es wird nur anders erzählt.

Wenn der Ort den Entwurf vorgibt

Auf der Staubern standen bereits zwei Häuser, jedes mit seiner eigenen Geschichte am Berg. Ein Bau daneben ist deshalb nie nur ein Neubau.

Was soll bleiben? Was darf neu sein? Und wie stellt man ein Haus dazu, ohne dass es sich vordrängt?

Wir haben den Erweiterungsbau von Anfang an so gedacht, dass er mit den beiden bestehenden Häusern zusammenwächst. Er nimmt ihre Formensprache auf, von aussen wie von innen. Der Bau bleibt klar, reduziert und im Ort verankert.

Nichts drängt sich vor. Alles gehört zusammen.

Eine Perle im Alpstein

Eine Perle im Alpstein

Unser Ziel war von Anfang an, dass sich der Bau ins Panorama einfügt, als hätte er immer dorthin gehört. Heute steht dort ein Raum, in dem viele schöne Erinnerungen entstehen werden.

Wir danken allen, die den Weg mitgegangen sind: den Bauleuten, dem Team, den Gästen und den Wanderern, die monatelang an einer Baustelle vorbeigelaufen sind.

Aus dem Rohbau ist eine Perle geworden, wie versprochen.

Aussicht aus dem Erweiterungsbau